Einzeltraining vs. Verhaltenstraining: Welchen Weg müsst ihr gehen?

Du willst das Beste für deinen Vierbeiner, bist dir aber unsicher, welches Training ihr eigentlich braucht? Keine Sorge, die Unterscheidung ist im Grunde ganz einfach. Es kommt schlicht darauf an, ob dein Hund etwas noch nicht gelernt hat oder ob ein tiefes emotionales Problem hinter seinem Verhalten steckt.

1. Einzeltraining: Das Hunde-1x1 für den Alltag Hier ist dein Hund emotional entspannt und aufnahmebereit. Im klassischen 1-zu-1-Unterricht zeigen wir ihm die Spielregeln für euren Alltag. Es geht um reines Lernen und neue Fähigkeiten. Dein Hund hat hier kein psychisches Problem – er weiß bloß noch nicht genau, was du von ihm willst.

  • Wann seid ihr hier richtig? Wenn dein Hund aus Ungeduld an der Leine zieht, der Rückruf noch nicht sitzt, er die Grundkommandos (Sitz, Platz, Bleib) lernen soll oder du ihn sinnvoll (z.B. mit Tricks) auslasten möchtest.

2. Verhaltenstraining: Wenn Gefühle Achterbahn fahren Hier geht es nicht um mangelnden Gehorsam, sondern um echtes Problemverhalten. Dein Hund befindet sich in bestimmten Situationen in einem emotionalen Ausnahmezustand (Angst, Panik, Frust oder Aggression). Bevor er ein "Sitz" überhaupt wahrnehmen kann, müssen wir seine zugrundeliegende Emotion verändern und ihm Sicherheit geben. Das ist keine reine Erziehung mehr, sondern Therapiearbeit.

  • Wann seid ihr hier richtig? Bei Leinenaggression (Pöbeln), starkem Trennungsstress, wenn er nicht alleine bleiben kann, bei extremen Ängsten (z.B. vor Geräuschen oder Menschen) oder wenn er sein Futter knurrend verteidigt.

💡 Die goldene Faustregel für dich:

  • Kann dein Hund ein Verhalten noch nicht? -> Einzeltraining.

  • Kann dein Hund in der Situation nicht anders, weil er gestresst ist? -> Verhaltenstraining.

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